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SPRUCH DES JAHRES

Die Regierungen, welche die Freiheit der Rede unterdrücken, weil die Wahrheiten, die sie verbreitet, ihnen lästig sind, machen es wie die Kinder, welche die Augen zuschließen, um nicht gesehen zu werden.

Ludwig Börne

SPRUCH DER WOCHE

Wir sind verantwortlich für das, was wir tun, aber auch für das, was wir nicht tun.

Voltair

LUSTIGES

Quelle: Aus dem umgestülpten Papierkorb der Weltpresse (1977)

Amsterdam - Der Weltverband der Junggesellen wird von dem Holländer Ger Greije geleitet. Mijnheer Greije ist allerdings verheiratet. Er hatte seine Frau vo rvier Jahren auf dem damaligen Weltkongre? der standhaften Junggesellen kennengelernt.

Die Lehmänner
Die Lehmänner

1600-1618 Kindheit und Jugend

Was geschah in der Zeit von 1600-1618?

1600

- Fabriz von Hilden erwähnt erstmals Feldapotheken, die der Marschall Moritz von Sachsen als sogenannte "Feldkästen" in Schlachten mitführt.

- San Marino nimmt seine geschriebene Verfassung an.

- der französische König Heinrich IV. und Maria de'Medici heiraten in der Kathedrahle von Lyon

- der Bodensee ist komplett zugefroren

geboren:

19.09. Johann Friedrich von Sachsen-Weimar

19.11. Karl I., König von England

gestorben:

17.02. Giordano Bruno

 

1601

- Auf Betreiben der sächsischen Kurfürstin-Witwe Sophie von Sachsen wird der ehemalige Kanzler Nikolaus Krell hingerichtet, weil er des Kryptokalvinismus beschuldigt wird

geboren:

22.09. Anna von Österreich, Regentin von Frankreich

27.09. Ludwig XIII., König von Frankreich

25.12. Ernst I. von Sachsen-Gotha

gestorben:

09.10. Nikolaus Krell, geköpft

 

1602

geboren:

22.11. Elisabeth de Bourbon, Königin von Spanien und Portugal

 

1603

gestorben:

24.03. Elisabeth I., Königin von England aus dem Hause Tudor

 

1604

- Johannes Kepler erklärt die Lichtbrechung in der Linse des Auges und formuliert eine optische Theorie der Brille

geboren:

18.03. Johann IV., König von Portugal

 

1605

geboren:

08.04. Philipp IV., König von Spanien, Neapel und Sizilien, als Philipp II. König von Portugal

gestorben:

31.10. Johann von Sachsen-Weimar, Vater von Ernst I.

 

1606

-die Stadt Mannheim wird gegründet

 

1608

geboren:

23.07. Ferdinand von Habsburg, Kaiser HRR

 

1609

- Henry Hudson entdeckt die Insel Manhattan und den nach ihm benannten Hudson River

- Johannes Kepler veröffentlicht die ersten beiden seiner Planetenbewegungsgesetze

- Galileo Galilei baut in Venedig ein astronomisches Fernrohr

geboren:

18.03. Friedrich III. König von Dänemark und Norwegen

21.03. Johann II. Kasimir, König von Polen

15.11. Henrietta Maria von Frankreich, Königin von England, Schottland und Irland

 

1610

- Galileo Galilei entdeckt die vier größten Monde des Jupiter

gestorben:

14.05. Heinrich IV., König von Frankreich, ermordet

 

1611

- Johannes Kepler entwickelt das nach ihm benannte Fernrohr

gestorben:

23.06. Christian II., Kurfürst von Sachsen

03.10. Margarete von Österreich, Königin von Spanien, Portugal, Neapel und Sizilien

30.10. Karl IX., König von Schweden

 

1612

- Galilio Galilie sieht als erster den Planeten Neptun, hält ihn aber für einen Fixstern

- Simon Marius entdeckt den Andromedanebel

gestorben:

20.01. Rudolf II., Kaiser HRR

29.03. Anna Katharina von Brandenburg, Königin von Dänemark und Norwegen

 

1613

- schwere Gewitter lösen die Thüringer Sintflut aus, 2261 Menschen sterben

geboren:

10.06. Johann Georg II., Kurfürst von Sachsen

gestorben:

27.01. Anna von Sachsen, Herzogin von Sachsen-Coburg

 

1615

gestorben:

27.03. Margarete von Valois, Königin von Frankreich und Navarra

 

1616

- der Jesuitenpater Nicolaus Zucchius entwickelt das erste Spiegelteleskop

 

1617

- in London wird die erste Einbahnstraße eingerichtet

gestorben:

18.07. Dorothea Maria von Anhalt, Herzogin von Sachsen-Weimar, Mutter von Ernst I.

 

1618

- am 23.05. zweiter Prager Fenstersturz, Ausgangspunkt für den Dreißigjährigen Krieg

- Johannes Kepler formuliert sein Drittes Gesetz zur Planetenbewegung

Kriege und Auseinandersetzungen

1568-1648 Achtzigjähriger Krieg, Niederländisch-Spanischer Krieg

1609-1618 Polnisch-Russischer Krieg

1609-1614 Jülich-Klevischer Erbfolgestreit

1610-1617 Ingermanländischer Krieg zwischen Schweden und Russland

1611-1614 Kalmarkrieg zwischen Dänemark und Schweden

Aus dem Volksbüchlein von Pfarrer Credner:

Von früher Kindheit an wurde der Prinz Ernst mit der Schule der Prüfungen bekannt, aus welcher so viele edle Menschen aller Zeiten zu der Größe herangewachsen sind, in welcher sie nachher dastanden unter ihren Mitmenschen. Er wurde aber auch eben so frühzeitig mit der wahrsten Schutzwehr gegen alle menschlichen Prüfungen vertraut, mit einem durch Religion erleuchteten Geiste und gestählten Herzen. Das war ein Erbtheil der Eltern, welches bei ihm von Jahr zu Jahr wuchs, und Zinsen über Zinsen trug. Lebensgefahren blieben nicht fern von ihm im Kindesalter, aber eben diese, so wie noch andere später sich einstellende schienen nur eine Andeutung darauf zu sein, daß die Vorsehung ihn zu größeren Dingen erhalten wollte. Im Alter von vier Jahren verlor er den Vater, dahingerafft in den besten Jahren von langwieriger Krankheit. Nun stand er mit seinen Herzogl. Brüdern unter der Vormundschaft des Churfürsten von Sachsen, Christian II. und nach dessen Tode unter der des Nachfolgers desselben, Johann Georg I., bis der älteste der Brüder Johann Ernst, im Jahr 1615, nach erreichtem 21ten Jahre, die Vormundschaft über die jüngeren Brüder übernahm. Ihnen allen war viel erhalten an der hochherzigen Mutter mit ihrer treuen Sorge.

Prinz Ernst bekam zu Lehrern einen gewissen Winter, Hartleder und Andere. Doch sei für Belehrung aller Art empfänglicher Geist erhielt bei ihnen nicht ganz die Nahrung und die Anleitung, deren er fähig war. Ueber kleinere und unwichtigere Dinge wurden größere und wichtigere verabsäumt. Das beklagte er späterhin selbst, suchte aber auch, so viel nur möglich, durch unverdrossenen Eifer zu ersetzen, was jene verfehlt hatten. Desto rascher und auffallender schritt er an Einsicht in den Dingen fort, an welchen sein gefühlvolles Herz einen warmen Antheil nahm. Ganz besonders war dies der Fall mit dem, was die Religion betraf. Diese liebte er mit ganzer Seele. In einem zarten Kindesalter schrieb er, den heiteren Weihnachtstagen entgegenharrend, ein Briefchen an seine Mutter und wünschte, daß ihn der heilige Christ eine Bibel bescheeren möchte. Es ging aber auch mit der Zunahme seiner Religionskenntnisse so rasch, daß er noch vor der Feier des elften Geburtstages im Jahr 1612 den 8. November für fähig zur erstmaligen Feier des heil. Abendmahls für fähig erklärt wurde. Fast aber wären die Erwartungen, welche das fürstliche Kind erweckte, unterbrochen oder zerstört worden. Einstmals, in der Nähe eines abgefeuerten Stücks, wurde er durch das Zerspringen desselben an der rechten Seite des Kopfs verletzt. Doch es blieb ohne nachteilige Folgen. Ein ander Mal sprang beim Spannen einer Armbrust der Stahl; unglücklicher Weise traf ein abgesprungener Theil davon die Stelle über dem linken Auge des Prinzen, und verursachte eine tiefe Wunde. Eine neue Gefahr stellte sich im Jahr 1613 ein. Von einer schrecklichen Wasserfluth wurde im Monat Mai ganz Thüringen heimgesucht. Selbst im Schlosse zu Weimar, wo sich Ernst befand, fing man an für das Leben zu fürchten. Doch der den Fluthen gebietet: bis hierher und nicht weiter, lies auch diese angstvollen Stunden wieder schwinden, gleichwie die bange Zeit der Pest, welche einige Jahre vorher Trauer und Herzeleid in die Familien des Landes gebracht hatte. Ein herber Schlag war noch dem schon erstarkten Jüngling von 16 Jahren vorbehalten. Das Schicksal der Herzogin, seiner Mutter, war es. … Die edle Mutter hatte ein schönes Vermächtnis in den Herzen der Prinzen zurückgelassen, Eintracht der Brüder. Mit ihnen in Gemeinschaft besorgte der Prinz Erst die Regierungsgeschäfte. Denn da der älteste unter ihnen, Johann Ernst, die jüngern mit zur Versorgung dieser hohen Geschäfte zog, wurde das für unsern Prinzen eine Vorschule dessen, was er späterhin allein zu übernehmen hatte. …

 

(aus: Herzog Ernst der Fromme nach seinem Wirken und Leben

Ein Volksbüchlein, insbesondere für die Bewohner der einstmals von ihm beherrschten Länder,

von Chr. W. Credner, Pfarrer in Wölfis

Gotha 1837)

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