Besucherzähler

SPRUCH DES JAHRES

Die Regierungen, welche die Freiheit der Rede unterdrücken, weil die Wahrheiten, die sie verbreitet, ihnen lästig sind, machen es wie die Kinder, welche die Augen zuschließen, um nicht gesehen zu werden.

Ludwig Börne

SPRUCH DER WOCHE

Gewissen kann nur sein, wo Wissen ist.

Erhard Blanck

LUSTIGES

Quelle: Aus dem umgestülpten Papierkorb der Weltpresse (1977)

Claiton, England

Hochstimmung herrschte bei der Ortsfeuerwehr, als das seit langem bestellte, leuchtend rote Feuerwehrauto, ausgestattet mit allen Raffinessen, endlich eintraf. Bei der ersten Probefahrt gab es jedoch lange Gesichter: Das für 30.000 Mark angeschaffte Fahrzeug kam mit seiner Länge von 12 Metern nicht um die Ecken der schmalen Straßen herum.

 

(Das war vor 45 Jahren. Heute kriegt man für 30.000 Mark einen elektrischen Krankenfahrstuhl. TL)

Die Lehmänner
Die Lehmänner

Sagen aus der Gegend um Neuhaus

Der Student und der Räuber

Oben im Thüringer Wald geht das alte geflügelte Wort um: "Spielt nicht mit Studenten!" Es bezieht sich auf einen Jenaer Studiosus. Er geriet einmal in der Gegend um Neuhaus mit dem berüchtigten Räuber Bilmer und Streit, einem Kerl mit Riesenkräften, der aus Erdlöchern heraus Wanderern auflauerte und sie niederschlug.

Bei dem Studenten aber war Bilmer an den Richtigen gekommen. Der trug den Degen nicht nur zum Anschauen bei sich, sondern verstand ihn auch als kühner Fechter zu führen. Als nun der finstere Geselle plötzlich auf dem einsamen Waldweg vor ihm stand, hatte der Student die Waffe schon aus der Scheide gezogen. Der Räuber war aber gleichfalls geübt genug und zerbrach dem Studenten im harten Kampf den Degen.

Triumphierend forderte nun Bilmer von dem Wehrlosen, seine Hände auf einen Baumstumpf zu legen. Der aber durchschaute den Räuber. Geistesgegenwärtig stellte er sich so dumm und ungeschickt an, bis Bilmer ihm eigenhändig zeigte, wie er es zu machen habe. Da ergriff der Student blitzschnell den am Boden liegenden Degenstumpf und hieb damit dem Unhold die Hände ab. Schwer verwundet, konnte er nun eingefangen und der gerechten Strafe zugeführt werden.

(aus: Der pfiffige Bauer

und andere Volkssagen um Stände und Berufe aus dem Thüringischen

Verlag die Wirtschaft Berlin 1988 2.  Auflage)

Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen
© Thomas Lehmann

Diese Homepage wurde mit IONOS MyWebsite erstellt.