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SPRUCH DES JAHRES

Die Regierungen, welche die Freiheit der Rede unterdrücken, weil die Wahrheiten, die sie verbreitet, ihnen lästig sind, machen es wie die Kinder, welche die Augen zuschließen, um nicht gesehen zu werden.

Ludwig Börne

SPRUCH DER WOCHE

Gewissen kann nur sein, wo Wissen ist.

Erhard Blanck

LUSTIGES

Quelle: Aus dem umgestülpten Papierkorb der Weltpresse (1977)

Claiton, England

Hochstimmung herrschte bei der Ortsfeuerwehr, als das seit langem bestellte, leuchtend rote Feuerwehrauto, ausgestattet mit allen Raffinessen, endlich eintraf. Bei der ersten Probefahrt gab es jedoch lange Gesichter: Das für 30.000 Mark angeschaffte Fahrzeug kam mit seiner Länge von 12 Metern nicht um die Ecken der schmalen Straßen herum.

 

(Das war vor 45 Jahren. Heute kriegt man für 30.000 Mark einen elektrischen Krankenfahrstuhl. TL)

Die Lehmänner
Die Lehmänner

Heimatmuseum

Ab heute hat unser Heimatmuseum rund um die Uhr geöffnet. Beginnen wollen wir heute mit einer Ausstellung alter Ansichtskarten und Bilder aus Brotterode. Die ersten lassen sich leider keinem Jahr zuordnen. Aber bei den nächsten wird das besser.

Dazu kommen immer wieder auch interessante Informationen, die für den Ort oder die Region von Bedeutung waren oder auch noch sind.

Wir sind immer weiter auf der Suche nach neuen alten Bildern und werden diese immer mal wieder ausstellen (und natürlich dauerhaft in den einzelnen Ausstellungsräumen lassen). Wir bauen immer mal wieder an. Es sollen Bider aus Lauchröden, Ohrdruf, Gotha, Eisenach, Erfurt ...... dazukommen. Also, auf geht's!

Im Jahre 1039 zum erten Mal als BRUNWARDESROT erwähnt, liegt Brotterode ca. 575 m hoch am Fuße des Inselsbergs. 1895 hatte es 2358 Einwohner und brannte im selben Jahr fast völlig ab. Zwischenzeitlich (1974) hatte Brotterode ca. 4100 Einwohner und obwohl es bis heute noch nicht wieder gebrannt hat waren es 2010 nur noch 2750. Seit 1936 hat Brotterode Stadtrecht und wurde (leider) 2011 nach Trusetal eingemeindet zur Stadt Brotterode-Trusetal.

1144 wird der Ort erstmals urkundlich erwähnt. Am Fuße der Brandenburg ist Lauchröden eng mit der Geschichte der Burg verbunden. Hier findet alle zwei Jahre das Brandenburgfest statt. Dazu gibt es demnächst auch ein paar Fotos zu sehen. Lauchröden lag bis zur Grenzöffnung im 500m-Streifen und konnte deshalb nicht von allen DDR-Bürgern besucht werden. Im Reisehandbuch "Thüringer Wald" fand es deshalb auch keine Erwähnung. 2011 hatte Lauchröden 976 Einwohner und wurde 2004 nach Gerstungen eingemeindet.

In ca. 400 m Höhe liegt Gräfenhain direkt am Fuße des Thüringer Waldes. 1230 wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt. Im Verlauf des 19. Jahrhunderts wurde Gräfenhain mehrmals von großen Bränden heimgesucht. Porzellanpuppen von Karl Halbig hergestellt sind heute eine große Rarität. Es gibt nur noch sehr wenige davon. Die Dreifaltigkeitskirche ziert eine Thielemann-Orgel. In Gräfenhain lebten 2011 1343 Einwohner. Die erfüllende Gemeinde ist Ohrdruf.

Als erfüllende Gemeinde von Luisenthal, Wölfis, Crawinkel und Gräfenhain liegt Ohrdruf in ca. 375 m ü. NN direkt am größten Truppenübungsplatz Thüringens dessen Gelände bereits seit 1871 als Manövergebiet genutzt wurde. 1830 lebten 3588 Menschen in Ohrdruf. Die höchste Einwohnerzahl wurde 1970 mit knapp 6900 Einwohnern erreicht. Heute leben wieder rund 5700 Menschen hier. Die Geschichte lässt sich bis in das Jahr 0 zurückverfolgen, in dem es eine Siedlung der elbgermanischen Hermunduren in der Nähe des heutigen Schlosses gegeben haben soll.

Die Haupt-, Residenz-, Garnisons- und Fliegerstadt Gotha wurde 775 erstmals erwähnt. Im 17. Jahrhundert wurde Gotha Residenz für die Herzöge von Sachsen-Gotha und Sachsen-Gotha und Coburg. Im Jahr 1818 wohnten 12.000 Menschen hier und 1975 waren es schon weit über 58.000. Heute sind es noch ca. 45.000, obwohl Gotha eine sehr geschichtsträchtige Stadt ist und in ganz Europa mit den herzoglichen Sprößlingen Spuren hinterlassen hat (Vereinigtes Königreich, Belgien, Portugal, Bulgarien usw.).

Die heutige Landeshauptstadt des Freistaates Thüringen hat eine lange Geschichte. Schon von 100.00 v. Ch. zeugen menschliche Spuren. Erste urkundliche Erwähnung findet Erfurt aber erst 742 als Erphesfurt. Im 14. und 15. Jahrhundert war Erfurt mit bis 20.000 Einwohnern eine der vier größtemn Städte, zusammen mit Köln, Nürnberg und Magdeburg. Es war die dritte Universität, die in Deutschland 1392 ihre Pforten in Erfurt öffnete. Einer der berühmtesten Studenten war 1501-1505 Martin Luther. 1682 und 1683 starb die Hälfte der Erfurter Bevölkerung an der Pest. 1802 kam Erfurt nach Preußen und wurde nach der kampflosen Übergabe im Jahre 1806 zur kaiserlichen Domäne Napoleons. 1815 wurde Erfurt wieder dem Königreich Preußen zugesprochen und wurde 1906 mit 100.000 Einwohnern Großstadt. Von 1842 an kam es zu insgesamt 42 Eingemeindungen, sodass Erfurt heute rund 200.000 Einwohner hat. Die meisten Menschen lebten hier in den 1970er Jahren mit ca. 220.000 Einwohnern. In der Altstadt gab es einmal einschließlich der Kirchen der 14 Klöster 38 Kirchen, was ihm im Mittelalter den Namen "Thüringisches Rom" einbrachte. Heute gibt es in der Altstadt noch 22 Kirchen und 5 Türme von ehemaligen Kirchen. Auf dem gesamten Stadtgebiet kommen 77 historische Kirchengemäuer zusammen.

Bis Mitte des 13. Jahrhunderts war Eisenach die Hauptresidenz der thüringer Landgrafen. Die ersten Siedlungsspuren reichen allerdings schon 5000 Jahre zurück. Wie fast alle Städte ist auch Eisenach dem Feuerteufel zum Opfer gefallen. 1342 fielen fast alle Urkunden diesem Brand zum Opfer. Auch die Pest suchte die Stadt heim, 1349, 1393 und 1626. 1817 wurde das erste Wartburgfest gefeiert, 1848 folgte ein weiteres. Seit 1896 wurden in Eisenach Autos gebaut. Aus dem Wartburg-Motorwagen wurde der Wartburg. Und obwohl von den rund 52.000 Einwohnern 1950 bis 2011 nur noch rund 42.000 übrig geblieben sind, sind es noch genug, um heute den Opel Corsa und neuerdings auch den Adam zu bauen.

Keine andere Burg ist mehr mit der deutschen Geschichte verbunden wie die Wartburg. Viele berühmte Leute sind hier gewesen: die Heilige Elisabeth, Martin Luther, Johann Wolfgang von Goethe um nur einige zu nennen. Gegründet von Ludwig dem Springer um 1067 wird sie heute von über 350.000 Besuchern jährlich aufgesucht. Es hat hunderte von Jahren gedauert, bis die Burg ihre heutige Gestalt bekam. 411 m ü.NN thront sie heute majestätisch über der Stadt Eisenach und gehört seit 1999 zum Weltkulturerbe.

Die Stadt der Vier Tore liegt am Nordufer des Tollensesees. 1248 wurde Neubrandenburg unter dem Namen Brandenborch Nova gegründet. Im Jahre 1800 zählte die Stadt weniger als 5000 Einwohner, 1988 fehlten nur noch wenige Tausend an 100.000. Heute sind es noch knapp 65.000, Tendenz abnehmend. Die Stadtmauer mit den bis zu 7 m hohen Toren sind aus dem 13. Jahrhundert und noch sehr gut erhalten. Im Herzogtum Mecklenburg Stargard war Neubrandenburg im 14. und 15. Jahrhundert Hauptresidenz. Als Auswirkung des Dreißigjährigen Krieges mußte Neubrandenburg als einzige mecklenburgische Stadt 1671 Konkurs anmelden.

Vermutlich als Stargart erstmalig 1170 genannt, liegt die seit 1929 den Namen Burg Stargard tragende Stadt am Fuße der Burg Stargard, dessen Bergfried 1250 entstand. 1259 wurde die Stadt mit dem Brandenburgischen Stadtrecht belehnt. Von strategischer Bedeutung war die Burg zuletzt im Jahre 1631, als sie dem kaiserlichen General Tilly im Dreißigjährigen Krieg als Hauptquartier diente. 1758 wurde die Stadt, wie fast jede andere auch irgendwann mal, durch einen Brand fast vollständig zerstört. Burg Stargard liegt an der Bahnstrecke Berlin-Stralsund und hat heute rund 5000 Einwohner.

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© Thomas Lehmann

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