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SPRUCH DES JAHRES

Die Regierungen, welche die Freiheit der Rede unterdrücken, weil die Wahrheiten, die sie verbreitet, ihnen lästig sind, machen es wie die Kinder, welche die Augen zuschließen, um nicht gesehen zu werden.

Ludwig Börne

SPRUCH DER WOCHE

Die Leute streiten, weil sie nicht gelernt haben zu argumentieren.

Gilbert Keith Chesterton

LUSTIGES

Quelle: Aus dem umgestülpten Papierkorb der Weltpresse (1977)

Paris - Einen strengen Verweis bekam der Oberschüler René Artigan, der als Antwort auf das Aufsatzthema"Wie haben Sie Ihre Ferien verbrfacht?" nur zwei Worte geschrieben hatte: "Danke, ausgezeichnet."

Die Lehmänner
Die Lehmänner

Sagen aus der Gegend um Zella-Mehlis

Der böse Amtmann

Hinter dem Reisinger Stein im Tal der Lichtenau, zwischen Mehlis und Benshausen, liegt der Häselberg. Hier treibt ein Amtmann, der zu Lebzeiten die Untertanen geschunden hatte, als Gespenst sein Unwesen.

Einst gingen Frauen aus Bermbach (Bärmerich) gegen Sonnenuntergang hier vorüber. Da sagte die eine zur anderen: "Siehst du dort unten den Amtmann?" Die andere sah hin und bemerkte richtig den Bösewicht. Auch schien es den Frauen, als ob er drohend hersehe und ihnen etwas anhaben wolle.

In großer Furcht verließen sie daraufhin den Weg und flüchteten durch die Büsche. Plötzlich war auch ihr Tragkorb verschwunden, den sie lange suchen mußten, bevor sie ihn wiederfanden. Das konnte ihnen nur der böse Amtmann angetan haben.

 Er geht auch, wie alte Leute es bezeugen können, des Nachts als Feuergespenst in der Gegend um und richtet dabei viel Unheil an.

(aus: Der pfiffige Bauer

und andere Volkssagen um Stände und Berufe aus dem Thüringischen

Verlag die Wirtschaft Berlin 1988 2.  Auflage)

"Gott Helf!"

Oberhalb von Mehlis stand einst auf dem Ruppberg eine Burg, von der nichts mehr übriggeblieben ist. Den Köhlern und Holzarbeiten, die am Ruppberg ihrer Arbeit nachgingen, erschienen zuweilen drei weiße Jungfrauen. Es hieß, sie hätten zu Lebzeiten in der Burg gehaust.

Einmal sah ein Holzhauer aus Mehlis eines der Fräuleins vor sich hergehen. Da müsste das Mädchen. Höflich sagte der Mann: "Gott helf!" Doch die Gestalt schwebte weiter, ohne zu danken und sich umzusehen. Da müsste das Fräulein zum zweiten Mal. Wieder rief der Holzhauer: "Gott helf!" Abermals ging es ohne Dank weiter. Als nun das Mädchen zum dritten Mal nieste, rief der. Holzfäller voller Ärger: "Sö helf dir der Teufel, wenn Gott dir nicht helfen soll!"

Da drehte sich das Fräulein um, sah den Mann seufzend anund sagte: "Nur noch einmal hättest du sagen müssen 'Gott helf!'. Dann wäre ich erlöst gewesen und dir wäre es zum Glück ausgeschlagen." Daraufhin verschwand die Gestaltaus den Augen des Holzhauers, und er blieb glücklos bis an sein Lebensende.

(aus: Der pfiffige Bauer

und andere Volkssagen um Stände und Berufe aus dem Thüringischen

Verlag die Wirtschaft Berlin 1988 2.  Auflage)

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